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2006

Sommeratelier 2006

1. August – 31. Oktober 2006

Preisträger: Sebastian Rug
Leipzig/Zeichnung


Sebastian Rug
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Der Förderpreis wurde in 2006 dem 1974 in Vacha/Rhön geborenen Zeichner Sebastian Rug zuerkannt. Der Preisträger studierte zunächst an der Hochschule für Bildenden Kunst in Dresden (1996 – 1998) und wechselte 1999 an die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, wo er 2004 sein Diplom ablegte.
Als künstlerisches Medium erfährt die Zeichnung seit den 1990er Jahren bei jungen Künstlern und Künstlerinnen und im Ausstellungsbetrieb immer größere Beachtung. Angesichts dieser ‚Renaissance der Zeichnung’ überrascht es nicht, dass der in Leipzig lebende Künstler Sebastian Rug fast ausschließlich als Zeichner tätig ist. Rug konzentriert sich auf die elementaren Möglichkeiten des künstlerischen Mediums und führt es dabei immer wieder an die Grenzen des Sichtbaren, indem er z. B. ein ansonsten leeres Blatt als Resonanzraum für vereinzelte Flächen und Linien nutzt oder durch graphische Formationen eine unbestimmbare Räumlichkeit entstehen lässt. Mitunter lassen die differenzierten Strukturen und die verhaltene Farbigkeit seiner mit Bleistift und Buntstift ausgeführten Zeichnungen an Darstellungen naturwissenschaftlicher Phänomene vor der Erfindung der Fotografie denken, die als vorläufige, handschriftliche Formulierungen in den Laborbüchern und Manuskripten der beobachtenden Wissenschaftler verzeichnet wurden. Gleichzeitig können die Zeichnungen aber immer auch als ungegenständliche Figurationen wahrgenommen werden, die den Betrachter mit ihren poetisch gestimmten Konstellationen aus Punkten, Linien und Flächen zu jeweils ganz eigenen Assoziationen verleiten.

Sebastian Rug
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Sebastian Rug wurde im Jahr 2008 auf der internationalen Kunstmesse art cologne als ein NEW TALENT ausgezeichnet.