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Kulturring / Theater

Kulturring


Eine Spielzeit umfasst vier Veranstaltungen, von denen in Stadtlohn und Vreden jeweils zwei stattfinden.

Wir hoffen, dass wir wie bisher aus der Vielzahl der Angebote den Geschmack der Theaterfreunde getroffen haben und wünschen allen Besuchern unterhaltsame Theatererlebnisse.


Abonnementpreis für alle vier Veranstaltungen:
im 1. Rang (Reihe 01 - 12): 49 Euro
im 2. Rang (Reihe 13 - 16): 42 Euro
im 3. Rang (Reihe 17 - 20): 35 Euro

Einzelkarten für die Vorstellungen können im Bürgerbüro der Stadt Stadtlohn zum Preis von 17 € erworben werden.

Schwerbehinderte, Schüler, Studenten und Familienpassinhaber sowie sozial Schwache erhalten eine Ermäßigung von 50%. InhaberInnen einer Ehrenamtskarte erhalten in Stadtlohn ebenfalls eine Ermäßigung von 50 %. Die Ermäßigungsgründe müssen nachgewiesen werden.


Renan Demirkan, Tanja Schumann, Giovanni Arvaneh_©_Bernd Boehner
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Renan Demirkan, Tanja Schumann, Giovanni Arvaneh_©_Bernd Boehner

Donnerstag, 12. April 2018, 20:00 Uhr
im Theater- und Konzertsaal der Stadt Vreden
Tournee-Theater Thespiskarren Hannover
ALLES ÜBER LIEBE

Carlos und Anna sitzen auf einem roten Sofa. Zwischen beiden ist viel Platz, keiner will dem anderen zu nahekommen. Beide haben die Arme vor der Brust verschränkt. Auf der linken Seite des Sofas hat, in einem bequemen Sessel, die Therapeutin Platz genommen. Sie ist angespannt. Auf ihrem Schoß liegt ein Notizbuch, in das sie hin und wieder kritzelt. Überall im Raum sind kleine Kleenex-Boxen verteilt … So beginnt die facettenreiche erste Sitzung der Paartherapie, die Anna und Carlos als letzte Möglichkeit erwogen haben, um ihre Beziehung zu retten. Vor einer hoffnungslos überforderten Therapeutin sagen sich die beiden so kräftig die Meinung, dass die Fetzen fliegen und sogar ein Schaumstoffschläger zum Einsatz kommt. Ihr Problem heißt Ehe – mit all den Erwartungen, Entbehrungen und Enttäuschungen, die beide damit verbinden. Mal witzig und mal bitterernst werden in der Therapiestunde alle großen Missverständnisse zwischen (Ehe-)Mann und Frau, Vater und Mutter, Schwiegersohn und Tochter aufs Tapet gebracht ... Zwischen Anklagen, Aggressionen und Absurditäten werden Episoden aus dem Eheleben anschaulich rekonstruiert: Ein Horror-Urlaub mit anderen Pärchen, die Kindertanzgruppe, die vollbusige Praktikantin und der Halbfett-Kartoffelsalat der Schwiegermutter. Kaum ein zwischenmenschliches Problem bleibt unerwähnt. Vor Jahren noch stürmisch verliebt, sitzt man ruckzuck mit zwei Kindern in einem Reihenhaus und spielt nur noch das Taxi für den Nachwuchs. Aber muss es denn immer so sein, dass der Alltag die Liebe auffrisst? Komödie von Stephan Eckel mit Giovanni Arvaneh, Renan Demirkan, Tanja Schumann


Onkel Toms Hütte_Szenenfoto 05_©Dominik Müller
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Onkel Toms Hütte_Szenenfoto 05_©Dominik Müller

Sonntag, 08. Oktober 2017, 20:00 Uhr
in der Stadthalle Stadtlohn
Tournee-Theater Thespiskarren Hannover
ONKEL TOMS HÜTTE

Tom Rutherford stammt aus der Southside von Chicago. Er war früher Straßengangmitglied, ist jetzt Sozialpädagoge und betreibt im Gefängnis einer mittelamerikanischen Großstadt ein kleines Theater, dem er den Namen „Onkel Toms Hütte“ gegeben hat; nicht nur, weil Tom den gleichen Namen trägt, sondern weil er dort schon seit mehr als einem Jahrzehnt – Jahr für Jahr – die gleiche Geschichte zur Aufführung bringt: Harriet Beecher Stowes „Onkel Toms Hütte“. Vier junge inhaftierte Amerikaner unterschiedlicher Ursprungsnationalitäten führen das Stück mit einfachsten Mitteln auf, unter der Leitung ihres Rehabilitierunghelfers Rutherford, der selbst den Onkel Tom spielt, und unter musikalischer Begleitung des lebenslänglich verurteilten Musikers Barney. Sie schlüpfen in die Rollen der verschiedenen Roman-Charaktere, aber sie verkörpern nicht nur das Sklavenelend, das sich in den Südstaaten der USA bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unaufhörlich verbreitet hatte; die Gefangenen tragen auch ihre eigenen Geschichten und Songs vor – begleitet von klassischen Spirituals – um uns ihren Konflikten näher zu bringen und um die Missstände vergangener Zeiten, die sich zum Teil bis heute wiederholen, für sich und auch für ihr Publikum verständlicher zu machen. Schauspiel mit Musik nach einer Idee von Gerold Theobalt und dem Roman von Harriet Beecher Stowe mit Ron Williams, Stephanie Marin u. a.


Ensemble_Fotorechte_DERDEHMEL_Urbschat
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Ensemble_Fotorechte_DERDEHMEL_Urbschat

Donnerstag, 09. November 2017, 20:00 Uhr
im Theater- und Konzertsaal der Stadt Vreden
Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig

Honig im Kopf
Großvater und Lebemann Amandus war bisher das humorvolle, geschätzte Familienoberhaupt - durch seine Alzheimererkrankung entwickelt er sich plötzlich zurück zu seinen kindlichen Ursprüngen. Nur seine Enkelin Tilda scheint mit ihm umgehen zu können. Nach dem Tod seiner geliebten Frau bekommt Amandus seinen Haushalt nicht mehr in den Griff. Sein Sohn Niko holt ihn also zu sich - trotz der Einwände seiner Frau Sarah. Schnell wird klar, dass die ohnehin unter einem schlechten Stern stehende Ehe von Tildas Eltern einer weiteren Belastung nicht standhält. Denn Amandus wird immer vergesslicher und unberechenbarer - als er fast das Haus abfackelt, sieht auch Niko ein, dass sein Vater für ein funktionierendes Familienleben unzumutbar geworden ist. Die Situation scheint aussichtslos. Gerade hat sich Amandus zu Tildas großem Glück in seinem Zimmer in der Familienvilla eingerichtet, da soll er wieder umziehen - ins Pflegeheim. Doch Tilda will sich auf keinen Fall damit abfinden, hat sie doch außerdem von ihrem Kinderarzt erfahren, dass es für Alzheimer-Patienten hilfreich sein kann, altbekannte Orte wiederzusehen. Kurzerhand entführt sie ihren Großvater auf eine chaotische und spannende Reise, um ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen: Noch einmal Venedig sehen, jene Stadt, die er vor vielen Jahren mit seiner Frau auf der Hochzeitsreise besucht hat. Die Bühnenfassung des Til-Schweiger-Kino-Hits mit Karsten Speck, Achim Wolff, Anne Bedenbender u. a.


Kunst_3_c_Juergen Frahm
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Kunst_3_c_Juergen Frahm

Dienstag, 27. Februar 2018, 20:00 Uhr in der Stadthalle Stadtlohn
Konzertdirektion Landgraf Titisee-Neustadt
Kunst

Marc ist entsetzt: Sein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa ein Meter echzig auf ein Meter zwanzig, ganz in weiß. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen. Aber es ist natürlich nicht irgendein Bild, sondern ein echter Antrios. Für 200.000 Francs. Geradezu ein Schnäppchen! Serge liebt das Bild. Natürlich erwartet er nicht, dass alle Welt es liebt, aber zumindest von seinem Freund Marc hatte er das erwartet. Marc ist verunsichert. Er zweifelt am Verstand seines Freundes. Und sucht als Verbündeten den gemeinsamen Freund Yvan. Doch Yvan findet, dass Serge mit seinem Geld machen kann, was er will. Und bald geht es nicht mehr um die grundsätzliche Frage, was Kunst sei, sondern um das Bild, das jeder der drei Freunde sich von den anderen gemacht hat und das nun plötzlich in Frage gestellt ist. Die Wirkung dieses einfallsreichen und geistsprühenden Stücks lässt sich nicht einmal andeutungsweise wiedergeben. Mit allen Theaterwassern gewaschen ist die gefeierte Gegenwartsautorin Yasmina Reza. Immer wieder faszinierend ist ihr intuitives Gespür für Timing, durch das ihre Beziehungssaltos wie „Der Gott des Gemetzels“, „Drei Mal Leben“ u. a. zu Publikumsrennern werden. Begonnen hat der globale Reza-Hype mit „KUNST“. In bisher weit über 1000 Inszenierungen amüsierte sich das Publikum rund um den Globus über die virtuosen, so federleichten wie hintergründigen Dialoge, mit denen sie in „KUNST“ das labile Gleichgewicht einer Männerfreundschaft entlarvt. Komödie von Yasmina Reza mit Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink, Luc Feit





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