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Aktuelles vom Ordnungsamt

Hinweise zum richtigen Verhalten bei Katastrophenfällen


Auch Stadtlohn ist nicht vor Extremereignissen sicher. Dies zeigen das Schneechaos im Jahr 2005 und die in letzter Zeit häufigen starken Regenfälle.

Nicht nur Unwetter mit Sturm, Hochwasser, Blitzschlag oder starkem Schneefall, sondern auch Brände, Unfälle, Stromausfälle oder Epidemien können vorkommen und massive Auswirkungen haben. Es kann zu Ereignissen oder Verkettungen kommen, die sich heute niemand vorstellen kann.

Die Stadtverwaltung gibt daher folgende Informationen, wie Sie sich so gut wie möglich verhalten und vorbereiten können:


Warnung
Die Bevölkerung wird in einem Katastrophenfall vorrangig über Sirenen gewarnt.

Die Töne haben folgende Bedeutung:

Ton_Warnung
Warnung der Bevölkerung: 1 Minute Heulton (an- und abschwellend)

Damit verbunden ist die Aufforderung, einen lokalen Radiosender einzuschalten, Fenster und Türen dicht zu schließen und die Wohnung möglichst nicht zu verlassen.

Ton_Entwarnung
Entwarnung nach dem Ende der Gefahr: 1 Minute Dauerton

Ton_Feuerwehr
Die Alarmierung der Feuerwehr bei größeren Ereignissen erfolgt auch über Sirenen. Damit ist aber keine Gefährdung großer Teile der Bevölkerung verbunden:1 Minute Dauerton, 2 mal unterbrochen

Es ist bei einer Katastrophenwarnung wichtig, Ruhe zu bewahren. Bleiben Sie möglichst zu Hause und informieren Sie sich. Warnungen werden vom Kreis Borken über Radio WMW (UKW 93,0 MHz) gegeben.


Auswirkungen
Denken Sie daran, dass Telekommunikation (Telefon, Internet) und Versorgung (Strom, Wasser, Lebensmittel, Kraftstoffe) ausfallen können. Es kann sein, dass Sie eine ganze Zeit lang auf sich allein gestellt sind. Ebenso ist eine langfristige Beeinträchtigung des gewohnten Alltags möglich.
Jedes Szenario ist denkbar! Katastrophen haben Auswirkungen, die niemand vorher für möglich gehalten hat. Seien Sie dafür so gut wie möglich gewappnet.


Notrufe
Im Fall einer Katastrophe sind Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und alle anderen Hilfsorganisationen stark eingespannt. Rufen Sie nur um Hilfe, wenn es unbedingt erforderlich ist und Sie sich nicht selbst helfen können!


Selbst- und Nachbarschaftshilfe
Schauen Sie, ob Sie anderen helfen können. Gibt es in der Nachbarschaft pflegebedürftige, alte oder behinderte Mitmenschen, die Hilfe gebrauchen können? Gibt es Alleinerziehende? Machen Sie andere auf sich aufmerksam, wenn Sie selbst Hilfe brauchen.


Vorsorge
Folgendes sollten Sie immer zu Hause haben:
Grundvorrat
Getränke (Wasser), haltbare Lebensmittel, eventuell Kinder- und Spezialnahrung
Hausapotheke
Verbandskasten, Desinfektionsmittel, verschriebene Medikamente
Hygieneartikel
Seife, Zahnbürste, Zahnpasta, Toilettenpapier, Müllbeutel
Energieausfall
Kerzen, Teelichter, Streichhölzer, Feuerzeug, Taschenlampe, Batterien, Campingkocher
(Achtung: Brand- und Erstickungsgefahr! Vorsicht bei der Nutzung!)
Dokumente
Ausweis, Geld, Dokumentenmappe
Eine Notfallkarte sollte immer ausgefüllt für Hilfskräfte erreichbar sein.


Kommunikation
Batteriebetriebenes Radio, Ersatzbatterien, Handy-Ladegerät
Prüfen Sie regelmäßig, ob Haltbarkeiten abgelaufen sind und etwas ausgetauscht werden muss.

Schränken Sie den Verbrauch von Wasser und Lebensmitteln auf das Notwendigste ein, wenn zu erwarten ist, dass die Lage sich nicht schnell bessert!


Evakuierung
Es kann auch möglich sein, dass Sie evakuiert werden müssen (z.B. wegen der Entschärfung einer Bombe). Seien Sie daher darauf vorbereitet, kurzfristig Ihre Wohnung verlassen zu müssen. Ihr Notgepäck sollte auf jeden Fall umfassen: Medikamente, Schlafsack, angepasste Kleidung, Unterwäsche, Dokumente.


Anweisungen
Befolgen Sie die Anweisungen von Polizei und Feuerwehr. Behindern Sie keine Einsätze. Die Einsatzkräfte sind darin ausgebildet, Katastrophen zu bewältigen. Akzeptieren Sie bitte, dass etwas nicht so läuft, wie Sie es erwarten oder verlangen. Unternehmen Sie nichts auf eigene Faust. Beachten Sie Straßensperrungen, Einschränkungen und Nutzungsverbote.


Weitere Informationen
Zusätzliche Informationen und Hinweise bekommen Sie insbesondere beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de).